La logistique au cœur des régions

ie STG schickt täglich 1.600 Lkws über die Straßen

Die in Noyal-sur-Vilaine in der Nähe von Rennes ansässige STG (Société des Transports Gautier) ist die Nummer 2 in Frankreich für den Frischguttransport. Die Gruppe stattet sich mit einem neuen Logo aus und investiert.

Und ein neues Logo war auch nötig, sie dazu zu bewegen, über sich selbst zu sprechen. Denn Jean-Yves und Antoine Gautier sind von Natur aus zurückhaltend. Es liegt ihnen fern, sich mit der Erfolgsgeschichte des Unternehmens zu rühmen, das 1949 von ihrem im Jahr 2010 verstorbenen Vater Rémy gegründet worden war.

Die beiden Brüder steuern nun mit vier Händen eines der größten französischen Unternehmen für Kühllogistik. Das bretonische Unternehmen STG kann einen Jahresumsatz von 350 Millionen Euro vorweisen und ist direkt nach der Stef (1,8 Milliarden) die Nummer 2 der Branche. Das Unternehmen beschäftigt 3.500 Angestellte, davon 1.800 Fahrer. Täglich werden 11.000 Tonnen Waren geliefert.

Wie dieser Erfolg möglich wurde? Indem die Gewinne in den Ausbau der Gruppe investiert und andere Transportunternehmen übernommen wurden: Merret in Morlaix (1981), Legoff in Landévant (1987), Boissel in Quimper (1989) ‒ um nur die bretonischen Unternehmen zu nennen.

„Wir sind mit einer jährlichen Wachstumsrate von 5 % durch internes und externes Wachstum größer geworden“, fasst Jean-Yves Gautier zusammen. „Das Geld ist immer im Unternehmen geblieben.“ Und das Kapital in den Händen einer einzigen Familie, von der auch der Beschluss gefasst wurde, das ehemalige Logo aus drei verschachtelten Buchstaben durch eine neue Unterschrift „mit drei Buchstaben in den Farben der Regionen Frankreichs, unterstrichen von einem geschwungenen Netz“ zu ersetzen. Ein schnörkelloses, moderneres Logo, das die „Wahrnehmbarkeit unserer Marke erleichtert und unsere Identität als Gruppe verdeutlicht, die auf einem Netzwerk aus Filialen basiert.“

Eine neue, 7.100 m2 große Plattform.

In den kommenden Monaten wird somit auch die gesamte Lkw-Flotte ein neu gestaltetes Äußeres mit dem neuen Logo an der Seitenwand der Auflieger und dem Namen der Filiale an der Vorderseite der Zugmaschine erhalten. Das Unternehmen erwirbt ungeachtet der Konjunktur jährlich zwischen 200 und 250 neue Fahrzeuge, um seinen Bestand regelmäßig zu erneuern. STG besitzt in ganz Frankreich rund fünfzehn Filialen und liefert mit 1.600 Fahrzeugen täglich 11.000 Tonnen Waren aus.

Das Frischgut (Gemüse, Milchprodukte, Wurstwaren, ...) stellt 88 % des Gesamtumsatzes dar. Eine Selbstverständlichkeit für ein Transportunternehmen, das gemeinsam mit der bretonischen Lebensmittelindustrie gewachsen ist. „Das war in den 1950er-, 1960er, 1970er-Jahren ... Unsere Kunden entwickelten ihre Geschäftstätigkeit abhängig von den Transportmöglichkeiten, die ihnen zur Verfügung standen. Unsere und ihre Entwicklung waren eng miteinander verbunden“, erklärt Jean-Yves Gautier.

Die restlichen 12 % des Umsatzes entstehen aus den Expressdiensten und dem Transport von Frachtgut für die Industrie: Pakete, Wasserflaschengebinde, Kartons für die Lebensmittelverpackung, Reifen, Soja und Saatgut im losen Gebinde… “Wir möchten diesen Tätigkeitsbereich ausbauen, jedoch nicht auf landesweiter Ebene, sondern in unserer Region, wo es mehr zu verteilen als zu versenden gibt.”

In diesem Bestreben hat die Gruppe ihre Plattformen in Saint-Brieuc, Brest, Nostang und Nantes modernisiert. WLAN-Stationen an den Laderampen, mit PDAs ausgestattete Fahrer ... Alles ist auf die Optimierung des Handlings bei der Umladung und die Gewährleistung der Echtzeitverfolgung der Lieferungen ausgelegt. Der nächste Schritt: Die Eröffnung einer neuen, 7.100 m2 großen Expressgut-Plattform in Noyal-sur-Vilaine im ersten Halbjahr 2013, eine Investition in Höhe von 4,8 Millionen Euro.

Laurent LE GOFF - Ouest France